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Warum Zeitmanagement überbewertet wird!

Egal ob im G8 oder im G9, ob man überhaupt noch zur Schule geht, studiert oder bereits in einer Ausbildung (vielleicht sogar schon im Berufsleben?!) steckt – Zeit ist etwas, was ab der Grundschule immer kostbarer und seltener wird.

Wusste man sie vor ein paar Jahren noch durch nichts sinnvolleres als Nintendo, Lego und Barbie zu nutzen, so wäre man heutzutage froh, wenn man ein wenig mehr von ihr hätte.

Deshalb wäre es von Jahr zu Jahr theoretisch immer wichtiger, sich seine Zeit sinnvoll einzuteilen – eben richtiges Zeitmanagement zu betreiben. Wer gut durchgeplant in den Tag startet, weiß seine Zeit besser auszunutzen. Wie das geht?

Man überlegt sich, wie viel Zeit einem zur Verfügung stehen wird, was man alles erledigen möchte und wie lang das gewohl jeweils dauern wird – und schon sollte man dazu in der Lage sein, einen Plan zu erstellen. Zumindest in der Theorie.

In der Praxis sieht das nämlich meist ganz schnell ganz anders aus. Nur ein kleines Beispiel, wie es sich überall in Deutschland abspielen könnte:

Freitag Abend. 19:45 Uhr. Was soll man nach Tanzkurs unternehmen?

Im Vorfeld war Pizza-Essen angedacht gewesen – soweit so gut. Geplant war, vom Kolosseum aus zu bestellen, zur Pizzeria zu fahren bzw. zu laufen (dummerweise war nur ein Auto vorhanden), die Pizza um 20:15 Uhr zu essen und irgendwann vor 21 Uhr daheim zu sein, um die Eltern gnädig zu stimmen und somit am nächsten Abend dann auf einen Geburtstag zu dürfen. Ich wiederhole: Ein ganz herrlicher Plan!

Wenn es da nicht den einen oder anderen unvorhergesehenen Haken gegeben hätte…

Es stellte sich nämlich heraus, das ein paar aus der Gruppe nun doch keine Pizza wollten, weil es die 4. innerhalb von 3 Tagen gewesen wäre und deshalb “Mc Donalds” in den Raum geworfen wurde. Leider stellten sich bei diesem Vorschlag alle anderen quer und eine heiße Diskussion um den Ort des Essens entbrandte. Eine halbe Stunde lang.

Nach schier endlosem hin und her verständigten sich die beiden Parteien schließlich darauf, vom Auto gebrauch zu machen und was beim Mc zu holen, während die anderen zur Pizzeria am Bahnhof laufen sollten. Am Kolosseum wurde noch kurz bestellt und halbwegs zufrieden trafen sich alle eine viertel Stunde später vor dem Bahnhof wieder – die einen mit Burgern und Pommes beladen, die anderen voller Vorfreude auf die mehr oder weniger italienische Kost.

Tjaha. Wenn es denn so einfach gewesen wäre.

Denn dummerweise hatte der liebe Pizzabäcker statt “halb 9″ irgendwie nur “9 Uhr” verstanden, und somit musste eine weitere halbe Stunde irgendwie totgeschlagen werden. Um 21 Uhr waren die Pizzen dann fast schon überraschenderweise fertig und wurden zusammen mit mittlerweile eiskalten Burgern verdrückt.

Und was lernen wir aus dieser Geschichte? Zeitmanagement ist und bleibt eine vage Sache, die zumindest in manchen Gruppen wenig erfolgversprechend ist, denn diese Erkenntnis hat uns dieser Abend gebracht. Wenigstens etwas, auch wenn sie den Ärger mit den Eltern und das Anschließende Verbot der Feier am nächsten Tag nicht ganz wieder aufwiegen konnte… Herrlich!