Einen Monat ist’s schon her…

… dass ich ins Flugzeug gestiegen und Deutschland verlassen habe!
Man ist das schon wieder lange her! Und seitdem hat’s keinen einzigen Blogartikel von mir gegeben… das allerdings aus gutem Grund!
Meine Tage sind so wahnsinnig stressig hier, damit haet ich nie und nimmer gerechnet.
Aber beginnen wir mal lieber am Anfang:

Wie erwartet waren die letzten Tage in Deutschland und ganz besonders der letzte Tag schlimm, wirklich schlimm. So ein Gefuehlschaos, so ein Up- and Down ist wirklich nicht gerade angenehm… Jedenfalls sind diese Tage natuerlich viel schneller vergangen als mir lieb war und viel zu schnell stand ich in Frankfurt am Flughafen und es war Zeit, sich zu verabschieden.

Los ging’s am 20. August in Frankfurt am Main, um 13:10 Uhr mit der Lufthansa. Losgefahrn sind wir aber sicherheitshalber schon um 7 Uhr morgens, nur um dann am Flughafen festzustellen, dass wir die ersten unserer Gruppe waren und erstmal warten mussten, bis überhaupt die Betreuerin meiner Organisation kam. ;)
Dann sind wir aber gleich los, haben das Gepäck eingecheckt und meine Boardcard abgeholt. Alles soweit gut, bis mir die Betreuerin (Anne ;) ) dann gesagt hat, dass ich mit diesem Ticket nur bis Washington komme und nochmal zu United Airlines muss, um mir mein Ticket von Washington nach Austin zu holen.
Jut, also am nächsten Schalter anstellen. Da haben die mir dann aber zum Glück gleich versichert, dass mein Platz gebucht is und alles in Ordnung ist, ich meinen festen Sitzplatz aber erst in Washington zugewiesen bekomme. Ihr fragt euch, warum ich euch das erzähl? Werdet ihr später merken :p

Dann kam erstmal der wahrscheinlich schwerste Part überhaupt – “the final goodbye”
Wie ihr euch vielleicht vorstellen könnt, war das wirklich sehr sehr schwer für mich, es fiel mir echt nicht leicht, mich von meiner Familie und meinem Freund abzuwenden… Aber was sein muss, muss sein, so leid es mir tut!

In der Wartehalle wurde es aber zum Glueck ein wenig besser und die Traenen konnten trocknen, denn nun gab es eh kein zurueck mehr: Mit um die 25 anderen Austauschschuelern verbrachte ich also meine Wartezeit, ueberwand ich den Zoll und genoss den Flug nach Washington – denn ich Glueckspilz hatte einen Fensterplatz und zwei nette andre Austauschschuelerinnen neben mir (: Ansonsten ist der Prozess ja an jedem Flughafen fast der selbe und auch der Flug selbst hat sich wahrscheinlich nicht groß von allen anderen Flügen unterschieden.

In Washington angekommen warn wir schon etwas müde, immerhin war’s schon später Abend in Deutschland, aber wir haben uns zusammengerissen und langsam aber sicher hat jeder von den ATS, die nicht an der Washington-Tour teilnehmen, die Angeboten wurde, ihre Flieger in die neue Heimat genommen.
Milena und ich mussten ungefähr 3 Stunden warten, die aber überraschenderweise sehr schnell um waren.
Aber dann kam das, was einfach kommen musste:

Ich stehe am Schalter von United Airlines und frag nach meinem Platz – da bekomm ich schlicht und einfach “Das Flugzeug ist überbucht. Wir haben keine weiteren Plätze mehr. Tut mir leid.” als Antwort! :D
Irgendwas hat da mit der Verbindung zwischen Frankfurt und Washington wohl nicht ganz geklappt, jedenfalls stand ich dann erstmal ohne Flug da. Da hat mich der eine Angestellte gefragt, wie alt ich bin – und glücklicherweise war ich zu dem Zeitpunkt noch 15 !!
Das hat mir wohl die Weiterreise gerettet, denn anscheinend darf mich die Fluggesellschaft nicht am Flughafen zurücklassen, wenn ich noch keine 16 bin – ich hab also einen Sitzplatz bekommen und stattdessen wurde per Lautsprecher etc. nach einem Freiwilligen gesucht, der statt am Freitag am Samstag morgen nach Austin fliegt – Gott war ich erleichtert!

Nach 3 Stunden Flug, in denen ich glaub ich größtenteils geschlafen bzw. eher gedöst habe (so genau kann ich das nicht beurteilen ;) ) bin ich dann endlich in Austin angekommen. Da hab ich dann nur wenige Minuten später auch meine Gastfamilie getroffen, die mich mit einem netten Willkommensschild begrüßt haben und total nett sind – bis auf dass sie wohl nicht verstanden haben, dass ich todmüde war und mich stattdessen gleich auf der 30-40 Minütigen Heimfahrt über das Bild ausgefragt, das Deutsche von Texas haben… :D

‘Daheim’ angekommen wurde mir nur noch kurz das Haus gezeigt, bevor ich dann schlafen durfte. Mein Zimmer ist eigentlich ziemlich schön, also ich mag’s, und dafür, dass es früher mal ein Arbeitszimmer war, ist’s wirklich toll. ;)

Am nächsten Tag sind wir dann nach einem kleinen Frühstück (ein Joghurt, weil ich ja nach allen anderen aufgestanden bin) erstmal einkaufen gegangen, und alle, die schonmal in den USA waren wissen, wie überwältigend so ein riiiesen Supermarkt im 1. Moment ist. Am Nachmittag sind wir dann noch im örtlichen Freibad schwimmen gegangen und am Abend stand dann meine große Welcome-/Birthday-Party an!

Es kamen um die 50 bis 60 Gäste – Verwandte und Freunde meiner Gastfamilie und auch ein paar Schüler – unter anderem z.B. Aaron, Kayla und Emily, die ich ja schon aus Deutschland kannte. Zu Essen gab’s ganz typsich Burger, Hot Dogs etc. und gegen Ende eine große, leckere, von meiner Gastschwester gebackene Schokotorte. :)

Alles in allem war der Abend super; zwar war ich nicht gerade selten leicht überfordert, mir so viele neue Gesichter und Namen zu merken (Namen hab ich sehr schnell aufgegeben :D ), aber trotzdem wars sehr schön und ich hab sogar (von diesen ja eigentlich wildfremden Leuten!!) Geburtstagsgeschenke bekommen.. u.A. ein Gutschein für “Sonics” (yummy!!) und iTunes, ein Vista Ridge T-Shirt und ein Texas A&M-Shirt.

Zur Schule, die ja gleich zwei Tage später am Montag angefangen hat, möchte ich nochmal einen extra Artikel schreiben. Genauso wie zur Kirche z.B. Ein Artikel zum berühmten “Homecoming-Weekend” wird hoffentlich (!) auch im Laufe der Woche folgen, mal sehen, wann ich die Zeit und Motivation dafür hab. ;)

Jedenfalls möchte ich mich hiermit offiziell dafür entschuldigen, dass ich so lange brauche, um Nachrichten etc. zu beantworten bzw. das bei manchen immernoch nicht geschafft hab. Es ist aber einfach so, dass mein Leben hier unheimlich stressig ist (was ja auch gut so ist, da bleibt weniger Zeit zum Nachdenken und für Heimweh, normalerweise). Ich habe 5 Tage die Woche von 8:45 Uhr (wobei wir schon um 8 Uhr da sein müssen, weil meine Gastmutter Lehrerin ist) Schule – und das bis offiziell 3:45p.m. Daheim ankommen tun wir aber im Normalfall nicht vor frühstens 5:30p.m, weil meine Gastmutter eben noch Sachen vorbereiten muss bzw. ich zu Theaterrehearsals etc. gehe, um mir die Zeit zu vertreiben.
Daheim angekommen gilt es dann erstmal, Homework zu erledigen – was ein MUSS ist, da es Noten darauf gibt, sprich: Keine Hausaufgabe = eine 6.

Abendessen gibts natürlich auch noch, wo weng geredet und anschließend die Küche sauber gemacht wird – sprich, für Internet und Deutschland bleibt kaum Zeit. Ich bitte das wirklich zu entschuldigen – sobald ich mir die Zeit nehmen kann, ohne dass Gastfamilie, Schule oder amerikanische Freunde auf der Strecke bleiben, mach ich das auch – bitte nur nicht sauer sein, wenn’s auch schonmal etwas länger dauert bis ich antworte bzw. es am Ende vielleicht sogar vergesse, ja?

Viele, viele liebe Grüße aus dem immernoch sonnigen Texas, bei dem mit Temperaturen von nur noch 27° oder so langsam der Herbst anbricht! ;)

Eure Caro

3 Antworten zu Einen Monat ist’s schon her…

  1. Hallo Caro,
    schön, dass du die Zeit für einen Artikel gefunden hast (:
    Habe mir deinen Blog als zusätzliche Startseite eingerichtet, damit ich auch ja nichts verpasse.
    Hier in Deutschland hat es im Moment 18,7 Grad – in Kombination mit dem Sonnenschein der wohl schönste Tag seit Wochen. Allerdings musste Otto Normalverbraucher heute früh noch 4,6 Grad erdulden – ich nicht, ich musste erst zu 5ten Stunde in die Schule.
    Du scheinst ja in der klischeehaft erzkatholischen Südstaatenfamilie gelandet sein, wenn du der Kirche einen ganzen Artikel widmen möchtest :D
    Aufgrund meiner Einstellung zur Kirche mein herzliches Beileid.
    Einige Fragen hätte ich noch:
    - Was ist “Sonic”? Scheint ja irgendwas mit Essen zu tun haben, aber gehört habe ich davon noch nie ;)
    - Wie meinst du das: “meine Gastmutter eben noch Sachen vorbereiten muss”? Will die euch nicht abholen, bevor das Essen nicht fertig ist oder wie muss man das verstehen?

    Grüße aus dem vorübergehend sonnigen Deutschland,
    Michael (der vom “Tanz für die Welt”-Ball)

  2. Hey Caro,
    dann mach ich doch mal den Anfang :) Erst mal muss ich dich nochmal beneiden. 27° und Herbstanfang? Schön wärs … :D Deine Bilder aus dem sonnigen Texas hab ich (und vor allem meine Schwester) schon angeschaut. Bekommt man direkt Fernweh :(

    Schöne Grüße über den Atlantik
    Anu

  3. Hey Liebstes Carotschilein :)
    Das wäre ja auch ein wunder gewesen wenn dass am Flughafen geklappt hätte,reibungslos.Aber da du ja so ein kleiner Glückspilz bist!:)
    Ich wünsche dir noch ganz ganz ganz viel spaß und eine tolle zeit dadrüben im land der todestarfe :P

    Küsschen – sophia ♥

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